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Träger: Gemeinde Winkelhaid
Öffnungszeiten
  • Montag-Donnerstag
  • Freitag
  • 7:00 - 17:00 Uhr
  • 7:00 - 15:00 Uhr
Kontakt
  • Tel. Krippe
  • Tel. Kindergarten
  • Tel. Hort
  • Fax.
  • 09187 - 4103804
  • 09187 - 42515
  • 0151 - 58269056
  • 09187 - 907794
Anfahrt
  • Die Kinderburg Horizont
  • Brunnleithenweg 27
  • 90610 Winkelhaid

Unsere Konzeption in der Krippe

Wir verstehen uns als familienergänzende und unterstützende Einrichtung mit dem Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern.

Wir bieten den Kindern eine Atmosphäre, in der sie sich wohl fühlen.

Wir begleiten die Entwicklung der Kinder und beeinflussen diese positiv.

Wir wollen die Kinder darin unterstützen, dass sie sich mit ihren Stärken und Schwächen gegenseitig annehmen.

Uns ist immer bewusst, dass wir eine Vorbildfunktion für die Kinder haben und dass wir immer verantwortungsvoll damit umgehen.

Was ist uns wichtig im Team?

  • respektvoller Umgang miteinander                                         
  • Kritikfähigkeit 
  • gemeinsame Ziele   
  • Hilfsbereitschaft 
  • Offenheit
  • Flexibilität 
  • Reflexion

Eingewöhnung

Beim Eintritt in die Krippe erlebt das Kind von einem Tag zum Anderen eine fremde Umgebung mit unbekannten Erwachsenen und Kindern, einen anderen Tagesablauf und eine mehrstündige Trennung von Ihnen. Zwischen dem 6. – 24. Lebensmonat handelt es sich um eine kritische Entwicklungsphase, in der die Kinder auf einen Wechsel der Betreuungssituation besonders empfindlich reagieren. Mit einer wohldurchdachten und individuell gestalteten Eingewöhnungsphase, das heißt, einer sanften Eingewöhnung, kann viel für einen leichten Start getan werden. Unsere Eingewöhnung erfolgt in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell.

Die Gestaltung der Eingewöhnungszeit

Die Grundphase dauert drei Tage. In dieser Zeit bleiben Sie mit ihrem Kind eine Stunde täglich im Gruppenraum. Die Anwesenheitszeiten werden mit der eingewöhnenden Kollegin besprochen. An diesen ersten drei Tagen sollten Sie den Gruppenraum nicht ohne das Kind verlassen.

In der Stabilisierungsphase, ab dem vierten Tag, sollten Sie im Verlauf des Besuches der Kinderkrippe den Gruppenraum für 10 Minuten verlassen und ihr Kind so darauf vorbereiten, dass es in Zukunft allein in der Kinderkrippe bleiben wird. Sie verlassen die Einrichtung dennoch nicht, so dass Sie für das Personal und das Kind jederzeit erreichbar sind.

Bei der Schlussphase, am fünften Tag, hält sich ihr Kind 30 Minuten allein in der Krippe auf. Sie bleiben aber in der Einrichtung.

Wenn die Eingewöhnungsphase abgeschlossen ist und ihr Kind eine vertrauensvolle Beziehung zur Bezugsperson aufgebaut hat, wird es sich nach ihrem Weggehen rasch trösten lassen.

Da die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind individuell verläuft, können einzelne Schritte und die Dauer erst bei Beginn der Eingewöhnung mit Ihnen festgelegt werden. Planen Sie deshalb bitte 14 Tage ein, an denen wir Sie jederzeit erreichen und Sie gegebenenfalls in die Krippe kommen können.

 

              „Eingewöhnung mit einer festen Bezugsperson“

 

Basiskompetenzen des Kindes

Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet, die das Kind befähigen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zu interagieren und sich mit den Gegebenheiten in seiner dinglichen Umwelt auseinander zu setzen.

Die Basiskompetenzen sind Schwerpunkt des Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplans und somit die Grundlage für unsere pädagogische Arbeit. Sie unterteilen sich wie folgt:

Personale Kompetenz

Selbstwahrnehmung:

  •  Ein hohes Selbstwertgefühl ist Voraussetzung für die Entwicklung von Selbstvertrauen.
  • Die Kinder sollen sich für wertvolle Menschen halten und mit sich zufrieden sein.
  • „Wissen über sich selbst“ bedeutet für uns, dass die Kinder sich selbst entdecken und spüren:  
    • - Wie bin ich?
    • - Was fühle ich?
    • - Was kann ich?

Motivationale Kompetenz:

  • Menschen haben das Grundbedürfnis zu erfahren, dass sie etwas können. Wir unterstützen dieses durch Angebote, die dem Leistungsniveau der Kinder entsprechen bzw. geringfügig darüber liegen.
  • Die Eigenmotivation ermöglicht dem Kind, mit unserer Unterstützung, schwierigere Aufgaben oder Probleme aufzugreifen und bewältigen zu können.

Kognitive Kompetenz:

  • Die Wahrnehmung durch Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten und Hören ist grundlegend für Denkprozesse.
  • Die Kinder lernen, für Probleme aller Art Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Physische Kompetenzen:

  • Die Kinder entwickeln eine positive Einstellung zur Ernährung und Hygiene.
  • Den Bewegungsdrang, die Grob- und Feinmotorik, die Geschicklichkeit den Bewegungsapparat zu beherrschen, sind ebenfalls Fertigkeiten, die für das ganze Leben notwendig sind.

Kompetenzen zum Handeln im sozialen Bereich

Soziale Kompetenzen:

  • In unserer Einrichtung haben alle Kinder die Möglichkeit, gute Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern aufzubauen und mit Respekt anderen Menschen zu begegnen.
    Sie sollen:
  •  lernen, sich in andere Kinder hineinzuversetzen,
  • Kommunikations-, Kooperationsfähigkeit erwerben,
  • Konfliktlösetechniken kennenlernen und üben.

Wertorientierung:

  • Wertorientierung wird durch das erlebte Gruppengefühl und verschiedene Kulturen ermöglicht
  • Einhaltung von Regeln

Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme:

  •  Verantwortung für das eigene Handeln
  • Verantwortung anderen Menschen gegenüber
  • Verantwortung für Umwelt und Natur

Lernmethodische Kompetenz

  •  Lernen, wie man lernt
  • Die bewusste Auseinandersetzung darüber, wie man an eine vorgegebene Aufgabe herangeht, Fehler selbst entdeckt und eigenständig korrigiert, sowie sich die notwendigen Planungsschritte vor Augen hält, ist ein wichtiger, sich immer wiederholender Prozess in unserem Leben.

Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen =
Widerstandsfähigkeit (Resilienz)

Eine gesunde Widerstandfähigkeit ist die Grundlage für eine positive Entwicklung, Gesundheit, Wohlbefinden und hohe Lebensqualität, sowie der Grundstein für einen kompetenten Umgang mit individuellen, familiären und gesellschaftlichen Veränderungen und Belastungen.

Ziel ist es, dass die Kinder in riskanten und schwierigen Situationen sich in die Lage versetzen können, alle Aufgaben auch dann in einer positiven Weise zu bewältigen.

Unser Team stellt sich zur Aufgabe, durch ein anregendes Lernumfeld und durch Lernangebote dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder anhand der Bildungs- und Erziehungsziele möglichst viele dieser Basiskompetenzen erwerben und weiterentwickeln.

 

Bildungs- und Erziehungsziele

Das Kind lernt von Geburt an und hat ein Recht auf Bildung.

Es gestaltet entsprechend seinem Entwicklungsstand seine Bildung von Anfang an aktiv mit und übernimmt seiner Entwicklung angemessen Verantwortung, denn der Mensch ist auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit angelegt.

Wir unterstützen das Kind:

  • bei der Entdeckungsreise der sozialen Komponenten wie Normen, Werte und Regeln
  • bei der Sprachfreude und Sprachkompetenz
  • bei der Bewegungsfreude
  • beim Aufbau von sozialen und emotionalen Beziehungen (vom Ich zum Wir)
  • in seinen kognitiven, lernmethodischen (Hilf mir - es selbst zu tun) und physischen Kompetenzen

 

Spiel

Spielen ist immer Lernen!

Das Spiel ist die ureigenste Ausdrucksform des Kindes.

Von Anfang an setzt sich das Kind über das Spiel mit sich und der Umwelt auseinander.

Je nach Alter, Entwicklungsstand, Interessen und Bedürfnissen variiert das Spiel.

Es beginnt im Säuglingsalter mit dem sensomotorischen Spiel. Die Gegenstände werden mit allen Sinnen erforscht und häufig werden dieselben Handlungen wiederholt.

In der Explorationsphase beginnen die Kinder, Dinge in ihrer Beschaffenheit und ihrer möglichen Verwendungsform zu erkunden.

Ab ungefähr eineinhalb Jahren beginnen sie zu konstruieren und eigene fantasievolle Bauten und Räume zu schaffen. Andere Kinder und Erwachsene werden hierbei mit einbezogen.  Das erste Rollenspiel ist das Nachahmen von Kindern und Erwachsenen aus der näheren Umgebung.

Mit etwa drei Jahren beginnt das Kind Geschichten und Szenen nachzuspielen.

Dieses Spiel spricht alle Basiskompetenzen an.

Wir bieten einen sicheren und überschaubaren Raum mit Spiel- und Bewegungsangeboten, die die Kinder motivieren, neugierig machen und entsprechend ihres Entwicklungsstandes eine Herausforderung darstellen.

Im Tagesablauf ist ausreichend Zeit für konzentriertes Spielen.

Wir unterstützen die Kinder beim Lösen von Problemen, beobachten, wann sie uns wirklich brauchen und geben nur so viel Hilfe wie nötig.

                                    

 

                 „Freispielzeit in der Gruppe“

 

Sprache

Sprache als Schlüssel zur Bildung.

Die Entwicklung der Sprache beginnt im Kleinkindalter.

Die altersangemessene Ausdrucksmöglichkeit zu erkennen und zu fördern ist ein wichtiger Baustein in unserer Arbeit.

Durch zuhören, reden, aussprechen lassen und Blickkontakt animieren wir zum Sprechen.

Weitere Sprachanregungen sind:                                                                                

  • Kniereiterlieder                                                                                                                                                                       
  • Sing- und Bewegungslieder, Fingerspiele
  • Tischsprüche
  • erste kleine Rollenspiele
  • Leseecke, Bilderbücher
  • Gespräche beim gemeinsamen Spielen

 

            "Gemeinsam singen"                                             "Bücher anschauen und erzählen"

 

Motorik

Bewegung als Motor des Lernens und der Entwicklung.

Um zu wachsen, brauchen Kinder Herausforderungen.

In der frühen Kindheit ist Bewegung nicht nur für die motorische, sondern auch für die kognitive, emotionale und soziale und damit für die gesamte Entwicklung von herausragender Bedeutung.

Bevor das Kind zu sprechen lernt, ist Bewegung einer seiner Ausdrucksformen.

Wir bieten im Alltag viele Bewegungsanreize durch:

  • bewusst gestaltete Räume
  • Treppen
  • Kriechtunnel
  • schiefe Ebenen
  • Fahrzeuge
  • Bewegungsbaustelle
  • Bewegungsspiele und -lieder
  • Schaukel, Rutschbahn, Nachziehtiere
  • Spaziergänge z.B. zum nahegelegenen Bauernhof
  • Ballspiele
  • Tänze

                                                                       

                                                                       "Bewegung im Turnraum und Garten"

     

Kreativität

Kinder gestalten mit unterschiedlichen Materialien und entwickeln ihre eigene Ausdrucksweise.

Durch Anerkennung werden die Kinder motiviert und das Selbstbewusstsein gestärkt.

Wir fördern dies durch:

  • Experimentieren mit allen Materialien, z.B. Bausteine stapeln,
  • Bewegungsbaustelle, Schachteln als Haus, Auto, Boot...
  • Gestalten mit Farbe, Papier, Knete...
  • Erlernen von Techniken zum kreativen Gestalten (schneiden, kleben, reißen, malen...)

  „Kleben mit Schnipseln“                     „Malen mit Wasserfarben“

 

  

Musik

Musik macht Freude und stärkt das Kind in seiner Persönlichkeit.

Musik regt alle Sinne an.

Singen fördert die sprachlichen Fähigkeiten und regt zum Sprechen an. Singen beruhigt. Musik fördert die Koordination.

Musik strukturiert uns den Tag und begleitet uns durchs Jahr.

Dies zeigt sich durch:

  • Lieder im Morgenkreis und im Alltag
  • Tänze mit Kindern
  • Rhythmische Klatschspiele
  • Kniereiterlieder
  • Fingerspiele
  • Klanggeschichten
  • Spielen und experimentieren mit Instrumenten
     

   

„Musizieren mit verschiedenen Instrumenten“

 

Kognitive Kompetenz

Kognitive Kompetenzen umfassen ein breites Spektrum an sehr unterschiedlichen Fähigkeiten.

Die Wahrnehmung durch Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten und Hören ist grundlegen für Denkprozesse.

Die Kinder lernen, für Probleme aller Art Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Kinder erwerben diese Kompetenzen durch sinnliche Wahrnehmung, durch Beobachten, durch Tun, Experimentieren und Ausprobieren.

Dies geschieht auf vielfältige Art und Weise:

  • Lebenspraktische Erfahrungen ermöglichen
  • Farben, Formen, Mengen und Größen erkennen
  • Naturwissenschaftliche Erfahrungen machen
  • Naturerfahrungen ermöglichen
  • Reime und Liedertexte lernen
  • Spielabläufe erfassen und merken
  • Konzentrationsfähigkeit entwickeln und ausbauen
  • Eigene Probleme selber lösen können

 

„Spielzeug nach Farben sortieren “                „Erfühlen, was sich unter dem Tuch versteckt“

 

 

Soziale Kompetenzen

Beziehungsaufbau und Bindung außerhalb der Familie als Voraussetzung für Bildung! Kontakt zu Gleichaltrigen knüpfen und Freundschaften schließen. „Vom Ich zum Wir“,  erleben von Nähe, Konkurrenz und Rivalität in der Gruppe.

Die Kinder lernen Regeln des Zusammenlebens und stärken ihre Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten.

Dazu beitragen soll:

  • Sichere Bindungen zu Erwachsenen ermöglichen es den Kleinen mutiger die Welt zu entdecken und sich auf andere Menschen einzulassen
  • Einhalten von Regeln, z.B. warten beim Anziehen, beim gemeinsamen Spielen
  • Rücksicht nehmen auf Gefühle und Bedürfnisse der anderen Kinder
  • Teilen lernen
  • Zulassen von Nähe
  • Anerkennung der Person und deren Leistungen
     
     
     
     

                 „Gemeinsam spielen und lachen“

 

Resilienz

Grundlage für positive Entwicklung, Gesundheit, Wohlbefinden und eine hohe Lebensqualität. 

Grundstein für einen kompetenten Umgang mit individuellen, familiären und gesellschaftlichen Veränderungen und Belastungen.

Erwerb und Erhalt altersangemessener Kompetenzen zur  konstruktiven Lebensbewältigung.

Dazu beitragen soll:

  • Stärken von individuellen Verhaltensweisen 
  • Kennenlernen und üben von Konfliktlösungsmöglichkeiten 
  • Sensibilisieren für die Bedürfnisse der Mitmenschen
     

 

„Einfühlsames Miteinander“

 

Partizipation

Mitwirkung der Kinder am Bildungs- und Einrichtungsgeschehen. Mitgestaltung des Alltags.

Dazu beitragen soll:

  • Wahlmöglichkeiten geben
  • Entscheidungsfindungen der Kinder akzeptieren
  • Übernahme von alltäglichen Aufgaben
  • Kindern Möglichkeiten bieten Meinungen frei zu äußern
  • Unterstützung bei ihrer Meinungsbildung 

    „Gemeinsames Eierkochen für das Frühstück“        „Mithelfen bei der Teigzubereitung“ 

 

Sinnesschulung       

Kinder begreifen die Welt mit allen Sinnen.

Die Grundausstattung für diese wichtige Aufgabe hat ihnen die Natur mitgegeben

Riechen, schmecken, sehen, hören, tasten, bewegen.

Wir bieten ihnen Gelegenheit zum Aktivwerden:

  • Staunen, suchen, ausprobieren, erleben und kennenlernen  - denn die Funktionsfähigkeit der Sinne wird durch spielerisches Tun verbessert.

Dies ermöglichen wir durch:

  • Tast- und Fühlspiele
  • Matschen im Sand
  • Kneten, Schmieren, Malen (Fingerfarben, Kleister...)
  • Obst- und Gemüseteller
  • Hör- und Klangspiele
  • Versteckspiele
  • Bilderbücher 
  • Bewegungsspiele/ Barfußlaufen                                         

 

                 „Experimentieren mit Knete“

 

Weitere Schwerpunkte in unserem Tagesablauf

Begrüßung und Verabschiedung

Bring- und Abholzeiten haben immer mit Abschied nehmen zu tun. Wir unterstützen diesen Prozess, indem wir das Kind morgens persönlich begrüßen und von den Eltern entgegennehmen.

Das "Bringen" sollte für das Kind kurz und überschaubar sein und nicht in die Länge gezogen werden. Kurze Informationen werden selbstverständlich gerne ausgetauscht.

Durch ein regelmäßiges Abschiedsritual ermöglichen die Eltern ihrem Kind einen guten Start in den Tag.

Beim nach Hause gehen wird es wieder von uns verabschiedet.

Frühstück und Mittagessen

Essen ist ein sinnliches Gesamterlebnis, denn wir schmecken nicht nur, sondern riechen, sehen, hören und fühlen es. Für Kleinstkinder sind diese vielfältigen Sinneswahrnehmungen besonders wichtig, denn wir legen hier die Basis für ein gesundes Ess- und Ernährungsverhalten.

Miteinander essen macht Spaß und fördert den Zusammenhalt der Gruppe, bietet Gelegenheit zum Erlernen von Essmanieren, Umgang mit Löffel und Gabel, kennenlernen von "neuen" Speisen und achtsamen Umgang mit dem Essen.

Auch die Kleinsten dürfen beim Tischdecken helfen, holen ihre Taschen und packen aus. Wir unterstützen die Kinder bei der Selbstständigkeit durch Anbieten von geeignetem Kinderbesteck, Antirutschtellern mit hohem Rand, Trinkbecher etc.

Mahlzeiten geben unserem Tagesablauf Struktur!

Angebot von gesundem Frühstück: Eltern unterstützen uns durch Mitbringen von Obst und Gemüse.

 

„Gemeinsames Mittagessen in der Gruppe“

 

Schlafenszeit

Etwa ab der dritten Woche der Eingewöhnung dürfen die Kinder in der Krippe schlafen.

Jedes Kind hat ein Recht auf seine individuelle Schlafenszeit (altersabhängig).

Nach einer Zeit der Bewegung, des Spielens und des Lernens sind Ruhepausen zum "Auftanken" notwendig.

Kuscheltiere, Kissen und Schnuller unterstützen das Einschlafen.

Jedes Kind hat ein mit Namen und Bild versehenes Bett.   

Das Bett wird während der Eingewöhnungszeit mit den Eltern eingerichtet. Informationen über Schlafgewohnheiten werden eingeholt.   

Das Einschlafen der Kinder wird durch das Personal begleitet.  

Nach dem Einschlafen werden die Kinder mithilfe eines Babyphons überwacht, und in regelmäßigen Abständen wird ein Kontrollgang durchgeführt. 

 

  „Schlafraum der roten Juhu’s“

 

Hygiene

Alle Handlungsschritte des Wickelns werden durch sprachliche Ankündigung, Gesten, Blickkontakt und Körperkontakt begleitet. Es wird dadurch zum Ritual. 

Jedes Kind steht mit seinen Bedürfnissen im Vordergrund und erhält Aufmerksamkeit von der Bezugsperson.

Vor und nach den Mahlzeiten werden die Kinder angeleitet, mit Seife Hände und Gesicht zu waschen.

Sauberkeitserziehung

Um Blase und Darm wirklich kontrollieren zu können, ist ein Reifungsprozess nötig, der bei jedem Kind unterschiedlich ist und weder durch Training noch durch Druck schneller herbeigeführt werden kann. In der Regel kommt zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr der Moment, an dem Kinder für die sogenannte Sauberkeitserziehung bereit sind. 

Wenn die ersten positiven Erfahrungen zu Hause gemacht wurden, unterstützen wir die Eltern und ihr Kind gerne.

Krankheiten

Kleine Kinder sind in unserer Einrichtung häufig Krankheitserregern ausgesetzt und machen in den ersten Lebensjahren öfter die Bekanntschaft mit ihnen.

Wenn Kinder krank sind oder einen kranken Eindruck machen (quengeln, weinen, nur getragen werden möchten), stoßen wir an unsere Grenzen bei der Betreuung, denn wir haben weniger Zeit für die übrigen Gruppenmitglieder.

Leiden die Kinder an ansteckenden Krankheiten wie Windpocken, Durchfall, starkem Husten oder Bindehautentzündung, so ist die Ansteckungsgefahr für alle anderen Kinder sowie das Personal sehr hoch. Wir bitten deshalb, das Kind zu Hause zu lassen.

Unsere kleinen Kranken fühlen sich dabei in der häuslichen Umgebung am wohlsten und können sich dort am schnellsten erholen. Die Kinder sollen einen Tag beschwerdefrei sein, bevor sie wieder in die Einrichtung kommen. In der Krippe ist die Ansteckungsgefahr besonderes hoch, da viele Kinder Spielsachen in den Mund stecken.

  

Erziehungspartnerschaft – Eltern beraten, begleiten, unterstützen

Unsere Arbeit ist für die Eltern transparent.

Die Basis der Zusammenarbeit ist Offenheit und gegenseitiges Vertrauen.

Die Eltern haben die Gewissheit, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind.

So sieht unsere Zusammenarbeit mit den Eltern aus

Elterngespräche

  • individuelle Aufnahmegespräche durch die Leiterin
  • Eingewöhnungsgespräch nach ca. 12 Wochen
  • Informationsaustausch durch Tür- und Angelgespräche
  • Regelmäßige Gespräche basierend auf Entwicklungsbögen
  • Terminvereinbarungen für intensive Gespräche sind jederzeit möglich
  • ungezwungene Gespräche bei Festen

Elternabende

  • themenbezogene Elternabende durch Referenten und Team
  • situationsbezogene Bastelveranstaltungen
  • Informationsabend für unsere neuen Eltern

Elternbeiratssitzungen

  • jährlich stattfindende, gesetzlich vorgeschriebene Elternbeiratswahl
  • regelmäßige Sitzungen von Elternbeirat und Team

Die Informationssäule, Elternbriefe, Elternzeitungen und die Homepage unserer Einrichtung werden zur regelmäßigen Information eingesetzt.

Der Elternbeirat der Kinderburg Horizont stellt seine Arbeit vor

Zusätzlich zu den Bestimmungen des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG): „Zur Förderung der besseren Zusammenarbeit von Eltern, pädagogischem Personal und Träger ist in jeder Kindertageseinrichtung ein Elternbeirat einzurichten. …, soll der Elternbeirat zudem die Zusammenarbeit mit der Grundschule unterstützen.“, setzt sich der Elternbeirat der Kinderburg Horizont folgendes zum Ziel:

Durch unser Engagement zusammen mit dem Erzieherteam ein positives Umfeld für alle Kinder in der Kinderburg Horizont zu gestalten.

Wir wollen dies erreichen durch:

  • die Schaffung einer offen kommunikativen Atmosphäre zwischen Eltern, Erzieherteam und Elternbeirat
  • die Übernahme der Vermittlerfunktion bei aufkommenden Problemen und als Ansprechpartner für alle Eltern
  • aktive Mitarbeit und Unterstützung zur Weiterentwicklung unserer Kindertageseinrichtung
  • die Organisation und Durchführung von Festen, wie Sommerfest, Laternenumzug, Weihnachtsmarkt, gemeinsam mit Erzieherteam und Eltern als 'social events' für alle Kinder und deren Angehörigen.
  • Der Elternbeirat ist auf die Mithilfe der Eltern durch entsprechende Unterstützung vor Ort angewiesen.
  • die Schaffung finanzieller Mittel aus den genannten Veranstaltungen, die in vollem Umfang den Kindern der Kinderburg Horizont durch Anschaffung von Spielen, Sponsoring von Ausflügen, usw. zugute kommen.
  • persönliche Gespräche, Infos an der Pinnwand (z. B.  Zusammenfassung der Elternbeiratssitzungen) und jährlichen Rechenschaftsbericht
  • die Förderung der Kontakte zum Träger und gegenseitigen Austausch von Informationen in Elternbeiratssitzungen.

Der Elternbeirat trifft sich im Rahmen von Elternbeiratssitzungen und offenen Gesprächsrunden zum Dialog mit dem Erzieherteam und den Eltern. Hierbei können Anregungen und Wünsche geäußert und diskutiert oder Aktionen geplant werden.

Wir haben uns gerne bereit erklärt im Elternbeirat mitzuwirken und unser gestecktes Ziel umzusetzen. Die erfolgreiche Arbeit des Elternbeirates hängt dabei vom konstruktiven Miteinander von uns ALLEN ab.

Unsere Kinder sollen sich gerne an ihre positiven Erfahrungen und gemeinsamen Erlebnisse in der Kinderburg Horizont erinnern.

Der Elternbeirat

 

„Große Tombola an unserem Sommerfest organisiert durch den Elternbeirat“

 

Zusammenarbeit mit Fachdiensten

Bei Bedarf knüpfen wir Kontakte zu verschiedenen Förderstellen, wie Frühförderung, Logopädie, Psychologen und Familientherapie. Dies stellt eine sinnvolle Ergänzung zu unserer pädagogischen Arbeit dar und ist eine zusätzliche Unterstützung für die Familie.

  

Feste, Feiern und Veranstaltungen im Jahreskreislauf

Feste wecken Vorfreude und Spannung

Feste vermitteln Gemeinschaftsgefühl

Feste geben die Möglichkeit für Rituale

Rituale geben unseren Kindern Halt und Orientierung

Feste bringen Farbe ins Leben

Jedes Jahr wird im Team in der Jahresplanung nach neuen Ideen und verschiedenen Möglichkeiten der anstehenden Feste beraten, diskutiert und entschieden.

 “Der Osterhase war da“                                          „Fasching feiern in der Krippe“

 

Kindeswohlgefährdung- Kinderschutz

Definition von Kindeswohlgefährdung (KWG) nach dem Bundesgerichthof (BGH)

Als Kindeswohlgefährdung gilt bereits seit den 1950er Jahren „eine gegenwärtige in einem solchen Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei der weiteren Entwicklung eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lasst“ (BGH FamRZ. 1956, S. 350). Gemäß dieser Definition müssen drei Kriterien gleichzeitig erfüllt sein, damit von einer Kindeswohlgefährdung auszugehen ist:

  • Die Gefährdung des Kindes muss gegenwärtig gegeben sein.
  • Die gegenwärtige oder zukünftige Schädigung muss erheblich sein.
  • Die Schädigung muss sich mit ziemlicher Sicherheit vorhersehen lassen, sofern sie noch nicht eingetreten ist.

Voraussetzung ist also nicht nur die Beeinträchtigung des Kindeswohls durch ein bestimmtes Verhalten oder Unterlassen, sondern auch und vor allem die nachhaltig negative Wirkung dieses Verhaltens / Unterlassens, genauer: die körperliche, geistige oder seelische Schädigung des betroffenen Kindes. Erst dann spricht man vom Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung.

 SGB § 8a Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

In der Beziehung zum Kind muss das Kindeswohl die oberste Richtschnur der elterlichen Pflege und Erziehung sein.

Die Aufgabe des Personals in sozialen Einrichtungen ist es, das Wächteramt auszuführen!

Wahrnehmen erster Anhaltspunkte

  • Fall beobachten (Häufigkeit und Beobachtungsfeld erweitern)
  • Dokumentation der Beobachtungen möglichst konkret mit Datum und Details -sachlich!

Einbeziehen der Leiterin

Elterngespräch, ggf. Kind mit einbeziehen

  • Absprachen treffen; Termine setzen; Absprachen überprüfen: mit den Eltern in Kontakt bleiben
  • Dokumentation

Kollegialer Austausch / Plan für die nächsten Schritte

  • Kollegiale Beratung = Teammitglieder hinzuziehen und reflektieren
  • Abschätzung und Einschätzung, ob gewichtige Anhaltspunkte für eine KWG vorliegen
  • Optionen zur Hilfestellung und Formen der Unterstützung erarbeiten

Einbeziehung einer Fachkraft

  • Gespräch mit Fachkraft (Erziehungsberatungsstelle, evtl. auch KoKi= koordinierte Kinderschutzstelle)
  • Neue Absprachen bzw. Vorgehensweisen erarbeiten; erneut Elterngespräche vorbereiten; Termine setzen; Überprüfen der Absprachen
  • Eltern zur Beratungsstelle begleiten
  • Evtl. Erstkontakt vereinbaren
  • Dokumentation

Träger informieren

Meldung an das Jugendamt

  • Mündliche und schriftliche Information mit allen relevanten Beobachtungen und Dokumentationen
  • Zeitschiene beachten
  • Eltern/ Personensorgeberechtigte über die Meldung informieren

Verantwortungsgemeinschaft bilden

  • Absprachen treffen, was weiterhin die eigene Aufgabe ist und was die Aufgabe anderer Stellen ist; weiterhin beobachten;
  • Dokumentation 

Der Grundsatz des Personals und des Jungendamtes ist es:

„Hilfe zur Selbsthilfe“   UND  „Eltern stärken und unterstützen“

 

UN- Kinderrechtskonvention

Definition des Übereinkommens der UN-Generalversammlung vom 20.11.1989 über die Rechte der Kinder

Das Kinderrechte – Regelwerk soll für alle Kinder weltweit gelten. Alle Kinder brauchen Schutz und Fürsorge, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe und Religion, um sich gesund entwickeln und entfalten zu können. Das Vorhaben, die Kinderrechte im Grundgesetz festzuschreiben wird immer wieder angemahnt, ist aber bis heute noch nicht umgesetzt.

 Kinderrechte sind Menschenrechte

Die zehn wichtigsten Kinderrechte sind:

  • Gleichheit. Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden. (Art.2)
  • Gesundheit. Kinder haben das Recht gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden. (Art.24)
  • Bildung. Kinder haben das Recht zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht. (Art. 28)
  • Spiel und Freizeit. Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein. (Art. 31)
  • Freie Meinungsäußerung und Beteiligung. Kinder haben das Recht bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken (Art. 12 und 13)
  • Schutz vor Gewalt. Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung. (Art. 19,32 und 34)

  • Zugang zu den Medien. Kinder haben das Recht sich alle Informationen zu beschaffen, die sie brauchen, um ihre eigene Meinung zu verbreiten (Art. 17)
  • Schutz der Privatsphäre und Würde. Kinder haben das Recht, dass Privatleben und ihre Würde geachtet werden. (Art.16)
  • Schutz im Krieg und auf der Flucht. Kinder haben das Recht im Krieg und auf der Flucht besonders geschützt zu werden (Art. 22 und 38)
  • Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung. Behinderte Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können. (Art. 23)

 

Brandschutz

Die Kinder werden sicher durch das Erlernen des richtigen Verhaltens im Brandfall.

Sie erwerben Wissen und Kompetenz.

Feuerschutzrechtliche Vorgaben

  • Wir führen 1x jährlich eine große Feuerwehrübung mit der FFW Winkelhaid durch.
  • Kleinere Brandschutzübungen finden im Rahmen der vorgeschriebenen Wartungsarbeiten an der Brandmeldeanlage 4x jährlich statt.

Weitere Bespiele aus der Praxis

  • Wir veranstalten im Kindergarten regelmäßig im April eine Feuerwehrthemenwoche.
  • Die Schulkinder befassen sich mit diesem Thema in den Osterferien.
  • Je nach Altersstufe wählen wir entsprechende Angebote und unterschiedliche Medien aus (z.B. Besuch bei der Feuerwehr, Kinderteam, Erste Hilfe Übungen mit Verbandsmaterial, Bilderbücher, Filme).
     

Qualitätssicherung

  • Die Anforderungen der Bildung und Betreuung von Kindern im Krippenalter bis hin zu Schulkindern unterliegen einem fortlaufenden Wandel.
  • Qualitätsziele werden deshalb regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Folgende Maßnahmen bilden für uns eine verlässliche und stabile Grundlage zur Qualitätssicherung:

  • Team- und Fallbesprechungen
  • regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiter
  • Dokumentation und Beobachtung der Entwicklungsschritte
  • Supervision
  • Elternumfrage
  • (PQB) Pädagogische Qualitätsbegleitung (2016-2018)
  • Fachliteratur